· 

Artikel in LN : Neuer Vorsitzender: „Ich kann so etwas“

Der neue Vorstand mit Claus Lecher (hinten, v. l.), Monika Distelmaier, Hermann Mikuszeit und Rosemarie Siege verabschiedete den langjährigen Vorsitzenden Rüdiger Hamann aus seinem Amt. Quelle: Foto: Christina Düvell-Veen
Der neue Vorstand mit Claus Lecher (hinten, v. l.), Monika Distelmaier, Hermann Mikuszeit und Rosemarie Siege verabschiedete den langjährigen Vorsitzenden Rüdiger Hamann aus seinem Amt. Quelle: Foto: Christina Düvell-Veen

Scharbeutz : Claus Lecher übernahm beim Scharbeutzer Tennisverein die Amtsgeschäfte von Rüdiger Hamann.

 

Claus Lecher steckt voller Tatendrang. Als während der Mitgliederversammlung der Tennis-Sport-Gemeinschaft (TSG) Lübecker Bucht in Scharbeutz ein neuer Vorsitzender gesucht wurde, meldete er sich zu Wort: „Ich kann so etwas. Ich mach‘ es.“ Der 66-jährige Wirtschaftspsychologe aus Scharbeutz, der seit etwa eineinhalb Jahren TSG-Mitglied ist, wurde zum Nachfolger von Rüdiger Hamann (72) gewählt. Er hatte zwölf Jahre lang die Geschicke des Tennisvereins geleitet.

 

„Durch meinen Beruf bin ich Spezialist für Veränderungsprozesse geworden“, umschrieb Lecher seine Pläne. Wichtig sei es, mehr jüngere Menschen anzusprechen. Es gebe zwar eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit, in der etwa ein Drittel der 134 Mitglieder derzeit betreut werden, und es gebe einen großen Anteil von zumeist älteren Sportlern und Sportlerinnen. „Uns fehlt die mittlere Altersschicht der 30- bis 50-Jährigen“, so auch Kassenwartin Rosemarie Siege, die seit 27 Jahren in Scharbeutz lebt, und die stellvertretende Vorsitzende Monika Distelmaier aus Hamburg. Sie hat seit 35 Jahren eine Ferienwohnung im Ort. Beide wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist als Sportwart und Jugendwart Hermann Mikuszeit (50). Der Scharbeutzer übernahm damit das Amt von Alex Rostkowski.

 

Zum Abschied wurde Hamann mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Er denkt besonders gerne an die „Scharbeutz-Open“- Turniere zurück. Vom 14. bis 21. Juli wird die 51. Auflage stattfinden. „22 von ihnen habe ich begleitet“, sagte er. In seiner neu gewonnenen Freizeit will er sich verstärkt seinem Enkelkind widmen.

 

Die 1955 gegründete TSG hat sich im Laufe der Zeit von einer Hamburger Enklave zu einem Scharbeutzer Verein entwickelt. Waren es zunächst nur wenige, so ist die Zahl der Scharbeutzer Mitglieder inzwischen auf weit über zwei Drittel gestiegen. (Quelle LN Autorin Christina Düvel-Veen)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0