(COE/HW) Tennis auf dem höchsten Niveau bei den Bitpanda Hamburg Open Traditionell fahre ich, Cornelius Oertel, jedes Jahr nach Hamburg, um den Halbfinal und Finaltag der Bitpanda Hamburg Open live mitzuerleben. Auch in diesem Jahr durfte ich wieder weltklassiges Profitennis erleben und möchte meine Eindrücke gerne mit euch teilen.
Schon vorab lässt sich sagen: Das Wetter war in diesem Jahr genauso erstklassig wie das Tennis auf dem Center Court. Der Halbfinaltag am Freitag begann mit dem Doppel zwischen den Deutschen Jakob Schnaitter und Mark Wallner gegen die Franzosen Sadio Doumbia und Fabien Reboul. Nachdem sich das deutsche Duo den ersten Satz in einem hochklassigen Tiebreak mit 7:6 sichern konnte, mussten sie sich am Ende dennoch knapp im Matchtiebreak mit 5:10 geschlagen geben. Besonders die langen und intensiven Ballwechsel machten das Match äußerst spannend und unterhaltsam. Das zweite Doppelhalbfinale konnte aufgrund einer Verletzung leider nicht stattfinden.
Auch die Einzelhalbfinals boten Tennis auf höchstem Niveau. Im ersten Match traf der junge Peruaner Ignacio Buse auf den Amerikaner Aleksandar Kovacevic, der zuvor bereits die Nummer eins des Turniers ausgeschaltet hatte. Doch Buse überzeugte mit beeindruckender Konstanz, einer dominanten Vorhand und nur wenigen Fehlern. Am Ende gewann er verdient mit 6:1 und 6:4 und zog sensationell ins Finale ein.
Das zweite Halbfinale zwischen Alex de Minaur und Tommy Paul entwickelte sich zu einem echten Thriller. Lange sah alles nach einem klaren Sieg des Australiers aus, der bereits mit 6:2 und 3:0 führte. Doch Tommy Paul bewies enorme mentale Stärke und gewann nach dem 0:3-Rückstand gleich acht Spiele in Folge. Im entscheidenden dritten Satz lieferten sich beide Spieler ein Match auf Augenhöhe, das Paul schließlich mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Für mich war es eines der besten Matches, die ich bisher in Hamburg erleben durfte.
Ein persönliches Highlight des Tages waren außerdem Selfies mit beiden Finalteilnehmern im Hotel Grand Elysée.
Der Samstag und damit der Finaltag begann mit einem gemeinsamen Foto mit dem Turniermaskottchen Otti und meiner Mitschülerin sowie Trainingspartnerin Anna Evers vom NTSV Strand 08. Im Doppelfinale trafen die Deutschen Kevin Krawietz und Tim Pütz auf die französische Paarung Doumbia/Reboul. Das Match war geprägt von spektakulären Reflexen, schnellen Ballwechseln und großer Intensität. Nachdem die Deutschen den ersten Satz gewonnen hatten, kämpften sich die Franzosen erneut zurück und entschieden Satz zwei für sich. Der Matchtiebreak wurde schließlich zum Höhepunkt des gesamten Spiels: Nach einem 4:7-Rückstand drehten Krawietz und Pütz das Match mit vier herausragenden Punkten in Folge und verwandelten ihren ersten Matchball zum 10:8- Sieg nach über zwei Stunden Spielzeit.
Das Einzelfinale übertraf die Spannung des Halbfinals sogar noch einmal. Wieder verlor Tommy Paul den ersten Satz knapp im Tiebreak, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück und gewann den zweiten Satz. Viele Zuschauer rechneten nun mit einem Sieg des deutlich höher platzierten Amerikaners. Doch Ignacio Buse schrieb sein ganz persönliches Hamburg-Märchen weiter: Vom Qualifikanten bis zum Turniersieger spielte sich der erst 22-jährige Peruaner sensationell nach über drei Stunden zum Titel.
Überwältigt von seinen Emotionen nahm er nach seinem ersten ATP-Triumph die Trophäe entgegen und wurde dabei auch von Tommy Paul respektvoll gewürdigt.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass beide Finalspiele Tennis der absoluten Weltklasse boten. Besonders beeindruckend war neben den sportlichen Leistungen auch die Atmosphäre auf den nahezu ausverkauften Tribünen. Die Begeisterung der Zuschauer und die Spannung auf dem Platz machten das Wochenende zu einem einzigartigen Erlebnis. Der Besuch der Bitpanda Hamburg Open hat sich abermals definitiv gelohnt. (Cornelius Oertel)
























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